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Der ostasiatische Staat Nordkorea umfasst den nördlichen Teil der koreanischen Halbinsel. Nordkorea besitzt Grenzen zu drei Nachbarstaaten. Im Süden wird es durch die demilitarisierte Zone von Südkorea getrennt, mit dem es bis zum Ende des zweiten Weltkriegs einen gemeinsamen Staat bildete. Im Norden grenzt es zum größten Teil an die Volksrepublik China, hinzu kommt ein ca. 19 km langer Grenzstreifen zu Russland entlang des Tumen Flusses. Nordkoreas Westküste liegt an der Bucht von Korea, einem Teil des Gelben Meers. Im Osten befindet sich das Japanische Meer, das von den Koreanern als Ostmeer bezeichnet wird.
Nordkorea besitzt ca. 23 Mio. Einwohner. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer beträgt 68 Jahre, die der Frauen 74 Jahre. Durch die immer wieder auftretenden Hungersnöte und die schlechte medizinische Versorgung hat sich die Lebenserwartung jedoch deutlich reduziert.
Nordkorea ist ethnisch homogen und weist den prozentual niedrigsten Ausländeranteil aller Staaten dieser Welt auf. Sieht man von einer kleinen chinesischen Minderheit im Norden des Landes ab, so leben fast ausschließlich Koreaner im Land. Gründe hierfür sind die nationalistische Politik der Regierung, gesellschaftliche Ächtung aller Nichtkoreaner und die geringe Attraktivität des Landes für Einwanderer. Es gilt als praktisch unmöglich, sich als Ausländer in Nordkorea niederzulassen.
Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation, insbesondere der schlechten Nahrungsmittelversorgung, sind in den letzten Jahren viele Nordkoreaner nach China geflüchtet. Es wird vermutet, dass sich zwischen 50.000 und 300.000 nordkoreanische Flüchtlinge in China aufhalten. China schiebt jedoch Flüchtlinge aus Nordkorea ab, sodass diese zurück nach Nordkorea müssen. Angaben von Amnesty International zufolge werden Flüchtlinge, die von der chinesischen Grenze zurück kommen, in Nordkorea als Landesverräter angesehen, gefoltert und hingerichtet.
Es wurde wiederholt berichtet, dass die Einwohner von der Regierung in die drei Klassen 1. Genossen, d. h. loyale Personen, 2. schwankende Personen, und 3. feindlich gesinnte Personen eingeteilt sind. Die Klassenzugehörigkeit beeinflusst den Zugang zu Ausbildung, Beruf und auch zu von der Regierung verteilten Gütern wie z. B. Lebensmitteln. Man schätzt, dass etwa ein Viertel der Bevölkerung zu der Klasse der feindlich Gesinnten gehören.
Offiziell ist Nordkorea ein atheistischer Staat, die traditionellen Religionen sind überwiegend der Buddhismus und der Konfuzianismus.